Prof. Dr. Hermann Scheer war Mitglied des Deutschen Bundestags und des Bundesvorstandes der SPD. Für sein beispielhaftes Engagement für erneuerbare Energien und eine gerechte Globalisierung wurde er u.a. mit dem Weltsolarpreis (1998), dem Alternativen Nobelpreis (1999), dem Weltpreis für Bio-Energie (2000), dem Weltpreis für Windenergien und der Karl-Böer-Verdienstmedaille für Solarenergie (2009) ausgezeichnet.




Hermann Scheer †

Der Rektor der Staatlichen Hochschule für Gestaltung und der Vorstand des Zentrums für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe trauern gemeinsam mit dem größten Teil der deutschen Umweltbewegung um ihren Weggefährten Hermann Scheer, von dem soeben bekannt wird, dass er am 14. Oktober 2010 gestorben ist.

Hermann Scheer hätte am 9. Dezember diesen Jahres an unserer Schule im Rahmen unseres Kurses zum professionalisierten Bürger über sein neues Buch "Der energEthische Imperativ" sprechen sollen. Sein Tod hinterlässt für alle seine Freunde und für die deutsche und internationale Umweltbewegung eine schmerzliche Lücke. Er hatte als einer der Ersten erkannt, dass die Fortführung der fossilenergetischen
Zivilisation in einer globalen Umweltkatastrophe enden muss, und hatte sich früh für die Entwicklung alternativer Energiekonzepte eingesetzt.

Wir trauern um einen bedeutenden Politiker, einen inspirierenden politischen Schriftsteller, einen loyalen Kollegen und einen guten Freund.

Das Rektorat der HfG Karlsruhe
Prof. Dr. Peter Sloterdijk

Der Vorstand des ZKM
Prof. Dr. h.c. Peter Weibel

 

 

 

Peter Sloterdijk: Das drohende Zu-spät. Über Hermann Scheer, der die epochale Idee verkörperte, eine Energiewende sei sofort möglich. (Die Zeit, 18.1.2011)