07. Februar 2009, .....
Hallo liebe Rene,
heute mal was politisches zum Aufrütteln....
den Brief hab nicht ich geschrieben, aber er hat mich beeindruckt, und
ich würde ihn durchaus auch so schreiben; und du ?
Ziemlich viel zu lesen, und ich frag mich, ob Herr Köhler ihn auch zu
Ende gelesen hat, und was er dann gedacht hat.
Viele Grüße von Effi.
/(Offener Brief von Ariana Malviden an Bundespräsident Horst Köhler)/
Sehr geehrter Herr Bundespräsident,
gestatten Sie mir den kurzen persönlichen Hinweis: ich bin mehrmals
durch die europäischen Länder gefahren und habe Kunst und Archäologie
zum Inhalt meiner Bücher gemacht. Nach Amerika zogen mich Jahr für Jahr
eher die Wunder der Natur, die in meinen Berichten Vorrang hatten. In
Israel entdeckte ich mit der Bibel in der Hand die jüdische Geschichte
bis zum letzten Wüstenflecken, in Hochachtung vor einem Volk, das, immer
gejagt und heimatlos, sich mit einem schmalen Streifen toter Erde
begnügen musste, die sie unter großen Mühen fruchtbar zu machen
verstand. Ich selbst glaube, dass das Leben nur im christlichen Glauben
zu bewältigen ist. Auf diesem festen Boden stehen meine Kinder und die
Familie. Die Politik lag immer sehr fern.
Das änderte sich an dem Tag, an dem wir hörten, dass ein Cem Özdemir in
einer Fernsehdebatte sagte: "Wir sind hier, um Deutschland und Europa
für Allah zu gewinnen." Betretenes Schweigen. Dann haben wir gelacht.
Wir lachen heute nicht mehr. Der Islam hat die Fangarme über den alten
Kontinent ausgeworfen und ist in Europa angekommen. Nicht mit Feuer und
Schwert wie 1683 vor Wien, sondern durch bereitwillig geöffnete Türen
und mit einer klugen, unauffälligen Strategie, einer friedlich
scheinenden, aber drohend fordernden Weise. In falsch verstandener
political correctness wurden die gröbsten Fehler gemacht. Die Meinung
des Volkes wurde übergangen und der Bürger hat von seinem
Mitspracherecht keinen Gebrauch gemacht.
1.) 3.000 Moscheen und Gebetshäuser, die gegen den Willen der
Bevölkerung gebaut wurden, waren eine Landnahme nach der anderen und
eine Kriegserklärung gegen jede Integration. Damals warnte die SPD und
bestand auf einem turnusmäßigen Austausch der Gastarbeiter alle zwei
Jahre, ohne Familiennachzug. Die CDU lehnte das aus familienpolitischen
Gründen ab. Folgenschwer ist auch die unerträgliche Belastung unseres
Sozialsystems, das dem deutschen Bürger Unsummen von Geldern entzieht.
Wie will die Regierung rechtfertigen, dass sie die Zahl ausländischer
Sozialhilfeempfänger in den letzten zehn Jahren auf das sechsfache
ansteigen ließ? Wie kann sie verlangen, dass deutsche Bürger für die
Unterstützung eines zugewanderten orientalischen Volkes aufkommen,
einschließlich der Witwenrente für mehrere Frauen? Ist unserer Regierung
nicht bekannt, dass das als Zeichen der Unterwerfung des Staates unter
die Moslems gedeutet wird? In ihren Heimatländern würde es einer Art
Irrsinn gleichkommen, für ausländische Einwanderer auch nur einen
Pfennig zu zahlen.
2.) Seit 40 Jahren wächst der Zustrom und die Probleme häufen sich. In
jedem Land, in dem der Islam in der Welt Fuß gefasst hat, folgte er
einer militanten Mission. Die Schaltstellen sitzen in einem
unüberschaubaren Netzwerk von Verbänden und Moscheegemeinden. Man
spricht heute bereits vom türkisch-deutschen Mittelstand, dem auch Cem
Özdemir zugeordnet wird. Mit der Partei der Grünen hofft er, die
deutsche Bildungspolitik mitgestalten zu können, gemäß dem Aufruf des
türkischen Premiers Erdogan, "die Politik eines jeden Landes, in dem wir
uns befinden, zu beeinflussen und Druck auszuüben, um Beschlüsse der
Parlamente in den jeweiligen Ländern zu erwirken und einflussreiche
Positionen besetzen zu können." Das ist nicht mehr so weit entfernt,
wenn im Jahr 2030 der Anteil der Türken 40 Prozent beträgt und sie den
Einzug ins Parlament nach Berlin anstreben werden. Eine türkische
Islam-Kritikerin wies in einem Artikel darauf hin, dass Premier Erdogan
die Aufsichtsbehörde für Religion zu einer Missionsbehörde des Islam
umgeformt hat, mit einem Budget von einer Milliarde Euro. Allein in
Deutschland leben und beten über 800 von der Türkei bezahlte Vorbeter in
den Moscheen. Dass die Türkei Imame nach Europa und Deutschland schickt,
erfahren wir erst, wenn eine solche Ausbildungsstätte wie in
Berlin-Karlshorst eingerichtet wird. Es ist kaum bemerkbar, wie auch der
steigende Ankauf von deutschen Grundstücken. Wie kann die deutsche
Regierung das ignorieren, den Willen ihrer Bürger übergehen, Warnungen
verdrängen und sogar leugnen?
3.) Wer verantwortet das unheimliche Schweigen in unserem Land, wenn
über dieses schleichende Vordringen des Islam gesprochen wird? Wer
bestimmt, dass solche Veranstaltungen aus 'Sicherheitsgründen' verboten
werden? Wer gebietet Kirchenvätern und Politikern Schweigen statt zur
Verteidigung des Christentums aufzurufen? In der Münchner Universität
wurde eine Vorlesung über 'Christliche Werte in Wirtschaft und
Gesellschaft' von der Süddeutschen Zeitung so attackiert, dass die
Vorlesung zurückgezogen wurde. Dafür wurde ein Seminar über die
Grundlagen der Scharia eingesetzt. Welche Kräfte sind da am Werk, die
uns zum Wegschauen zwingen und unser Denken manipulieren wollen? Ein
Staat hat in dem Augenblick seine Aufgabe verfehlt, in dem sich der
Bürger nicht mehr sicher fühlen kann, in dem er zudem befürchtet, dass
die deutsche Heimat langsam verloren geht -- wobei er schon wieder
unsicher wird, weil das Wort 'deutsch' und 'Heimat' auf die Verbotsliste
gesetzt wurde. Der Ministerpräsident von Sachsen sagte in einer
Versammlung: "Die Sprache in Sachsen ist Deutsch", worauf die Türken im
Saal protestierten. Die Deutschen blieben stumm. Wohin sind wir in
unserem Land gekommen, dass ein ethnisch fremdes Volk das Wort 'deutsch"
ungestraft mit 'Nazi' gleichsetzen darf? Die Medien schweigen, wo sie
sprechen müssten, und verstecken sich hinter einer Integration, die nie
stattgefunden hat und türkischerseits auch nie beabsichtigt war. Premier
Erdogan nannte sogar eine Anpassung an deutsche Kultur und Lebensweise
ein Verbrechen an der Menschlichkeit. Niemand wies ihn in die Schranken.
Warum schweigen sie alle, wenn Schriftsteller und Autoren, die auf die
Gefahren hinweisen, an den Pranger gestellt, verfolgt und mit dem Tod
bedroht werden? Ist es nicht eine Absurdität, wenn Türken das Land, in
das sie eingewandert sind, mit der Verfolgung Andersgläubiger in Unruhe
versetzen?
4.) Political correctness hat Deutschland schweren Schaden zugefügt,
denn Politik wurde auf den Kopf gestellt. Korrektheitswahn führte dazu,
dass sich das christliche Land vor einer fremden Religion verbeugte und
in die Identitätskrise geriet. Statt Anpassung an das Einwanderungsland
zu fordern, wurde den Muslimen eine Flut von Sonderrechten gewährt, die
bis ins Groteske reichen, vom Verschwinden der Hunde auf den Straßen bis
zu besonderen Rechten für junge Türken in Berliner Schwimmbädern, die
türkische Frauen in voller Kleidung benutzen dürfen. Statt Wohlverhalten
vor deutschen Bürgern zu verlangen wird von uns Wohlverhalten vor einer
aggressiven Religion erwartet. Wir werden mit einer gefährlichen
Umkehrung der Fakten konfrontiert, mit einer ausgeklügelten Taktik, die
die Wahrheit verdreht und leugnet, weil die Zwecklüge nach den Geboten
des Korans erlaubt ist. Man kann die Politik in Deutschland nicht
ständig auf den Kopf stellen. Einwanderer haben sich grundsätzlich an
die Gesetze und den Lebensstil des Einwanderungslandes zu halten. Ein
Kulturkreis, der in Asien beheimatet und dem unseren von Grund auf
entgegengesetzt ist, lässt sich nicht integrieren.
5.) Herr Präsident, Sie wissen, dass in einigen deutschen Städten und
vielen Stadtteilen und Landgemeinden die Türken in der Mehrheit sind und
das Straßenbild verändern, wo sich Deutsche unter verschleierten Frauen
mit Scharen von Kindern schon in der Fremde fühlen, weil sie das
Siegergebaren stört und nicht nur die verbalen Angriffe, sondern auch
Arroganz, die sich gelegentlich im Spucken vor Deutschen bemerkbar
macht. Dass wir uns nicht missverstehen: Es geht nicht um Muslime, die
friedlich ihrer Arbeit nachgehen und sich dem deutschen Rechtsstaat
anpassen. Dennoch haben moderate Muslime bisher nicht ein einziges Mal
Extremisten in die Schranken gewiesen. Es geht um die Mehrheit, die den
Geboten des Korans folgt und die Unterwerfung der 'Ungläubigen' fordert.
Es geht auch um extremistische Vereine, die dem Staat bekannt sind und
noch immer nicht ausgewiesen werden. Es sind verfassungsfeindliche
Unternehmen wie die Milli-Görüs-Gemeinschaft, die über das ganze
Bundesgebiet verteilt ist und noch geduldet wird. Der Staat regte sich
nicht einmal, als Premier Erdogan öffentlich verkündete, dass "die drei
Millionen registrierten Türken in Deutschland ein Teil der Türkei auf
vorgeschobenem Posten sind und Druck ausüben können, um Beschlüsse der
Parlamente in den jeweiligen Ländern zu erwirken." Das ist der Islam als
Machtfaktor, wie er sich in jedem eroberten Land offenbart.
6.) Wenn manchmal zu hören ist, was seien schon ein paar Millionen
Türken unter 82 Millionen Deutschen, so hinkt dieser Vergleich. Die
historische Erfahrung sagt, dass ein Land Ausländer nur verkraften kann,
wenn der Anteil unter 5 Prozent liegt. Wir sind bei 11 Prozent. Nach
vorliegender Statistik beträgt im Jahr 2030 der Anteil der Türken in
Deutschland 40 Prozent. Sicher ist Ihnen, Herr Präsident, der Ausspruch
eines hier lebenden Moslemführers bekannt: "In den Kreißsälen werden wir
euch besiegen." Die Zukunft vieler europäischer Großstädte, wie auch
Brüssel, ist muslimisch. Rotterdam hat einen muslimischen Bürgermeister.
In Schweden verkaufen Moslems T-Shirts mit dem Aufdruck: "2030
übernehmen wir das Land." Für das Jahr 2040 befürchtet man eine
muslimische Bevölkerungsmehrheit. In öffentlichen Schulen führen
islamische Klassen schon ihren eigenen Unterricht durch. In England, wo
Muslime bereits die Islamflagge über London wehen sehen, müssen
britische Polizisten Koranunterricht nehmen und Grundzüge der Scharia
lernen. Auch wir verdrehen Fakten, wenn wir in den Schulen
Koranunterricht einführen, statt unseren christlichen
Religionsunterricht wieder aufzunehmen.
7.) In Deutschland ist die Landnahme schleichend, in den Städten, in
kleinen Bezirken und auf dem Land. Die Regierung übersieht bewusst, wenn
Grundstücke aufgekauft werden und kleine Moscheen und muslimische
Vereine entstehen. Doch seit einiger Zeit macht sich in der Bevölkerung
Unruhe bemerkbar. Sie nimmt zu, wenn Muslimführer dazu aufrufen, sich
nicht an die deutschen Gesetze zu halten, aber deutsche Politiker die
Aufnahme von Teilen der Scharia in das deutsche Gesetz erwägen -- ein
Gesetz, das nicht nur gegen unsere Rechtsordnung, sondern auch jedem
westlichen Recht entgegengesetzt ist. Dass Türken nur Verachtung für
dieses westliche Rechtssystem zeigen, stört unsere Regierung nicht.
Neben die Unruhe tritt auch Unsicherheit, denn die Bürger sehen, dass
sie mundtot gemacht werden, wenn sie über ihre Ängste und Bedrohungen
sprechen wollen. Es ist ein Straftatbestand, wenn sie als
'Fremdenfeinde' und 'Rassisten' beleidigt und christlich-konservative
Vereine als 'Volksverhetzer' diffamiert werden. Dabei ist es der Islam
selbst, der genau das seit Jahrhunderten praktiziert hat: Hetze und
Rassismus gegen Andersgläubige. Finden Sie nicht, Herr Präsident, dass
es ein Psychodefekt ist, Menschen zum Schweigen zu bringen, indem man
sie als Extremisten in die Nazi-Ecke drängt? In eine Zeit, die
abgelaufen ist, mit der die Generationen danach nichts mehr zu tun haben?
8.) Die Zeichen stehen schlecht in einem Land, wenn ein orientalisches
Volk einen psychologischen Eroberungsfeldzug gegen westliche Werte
führen darf. Dank der Verfolgung durch türkische Beobachtungszentralen
haben wir die Meinungsfreiheit verloren. Das lässt verhängnisvolle
Erinnerungen aufsteigen. Der Staat ignoriert aus unerklärbaren Gründen,
dass eine türkische Minderheit, oft schon in Verbindung zu
Linksradikalen, uns vorschreiben will, was wir aus dem Selbstverständnis
unserer Kultur sagen oder veröffentlichen. Es ist aber völlig
gleichgültig, ob unser Tun und Handeln den Muslimen gefällt oder nicht.
Es steht ihnen frei, in ihre Heimat zurückzukehren. Sie müssen nicht auf
christlichem Boden leben. Sind Sie nicht auch der Meinung, Herr
Präsident, dass dieses verhängnisvolle Wegschauen und die
Schweigespirale, in der sich Medien, Politiker und Kirchenvertreter
längst verfangen haben, ein Ende haben müssen und dass der deutsche
Staat endlich Zeichen setzen und Gesetze ändern muss, in einer erst
wieder zu erlernenden Souveränität?
9.) Ich habe mich immer und immer wieder gefragt, warum nie ein
Aufschrei kam, wenn christliche Kirchen in der Türkei konfisziert und
geschlossen und Christen verfolgt und ermordet wurden, während in der
christlichen Welt eine Moschee nach der anderen entstand. Wie kann der
Islam für sich Religionsfreiheit fordern, während die Christen in der
Türkei verjagt wurden und in dem 82-Millionenvolk zur 0,1%-Minderheit
zusammengeschrumpft sind? Die Presse verschweigt, dass Kardinal Meisner
kürzlich in die Türkei reiste, um devot den Bau einer Kirche in Tarsos,
der Stadt des Paulus, zu erbitten und abgewiesen wurde. Auch die Kirche
schweigt und zieht sich wie immer in dunkle Nischen zurück. Sie ließ die
Gläubigen schutzlos allein und trägt für die leeren Gotteshäuser eine
schwere Verantwortung. Sie verharrte in ihrem Schweigen sogar, als der
Koordinationsrat der türkischen Vereine in Nordrhein-Westfalen es aller
Welt schriftlich gab: "Die Kreuze müssen verschwinden, der Islam ist die
stärkste Kraft, der Islam wird siegen." Ist es nicht grotesk, Respekt
vor dem muslimischen Glauben zu erwarten, während Muslime die
christlichen Glaubenswerte bis in den Tod mit Hass verfolgen? Wann
werden Staat und Kirche erkennen, dass der islamische Kulturkreis und
der westliche Kulturkreis niemals und zu keiner Zeit vereinbar sind, und
dass in der europäischen Geschichte eine Anpassung auf Dauer nie
stattgefunden hat, dass der Gegensatz zwischen ziviler Gesellschaft in
der westlichen Welt und dem Islam, für den ausschließlich der Koran
maßgebend ist, unüberbrückbar ist?
10.) Es sind Christen, die wissen möchten, wie sich unsere Regierung zu
den Worten des Präsidenten der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland,
El-Zayat, stellt: "Die Zukunft des Islam in diesem, unserem Land, in
Deutschland, gestalten wir... Entscheidend ist, dass wir hier unsere
Religionsfreiheit haben und dass es keinen Grund gibt, nicht aktiv an
der Neugestaltung dieser Gesellschaft mitzuwirken. Ich glaube nicht,
dass es unmöglich ist, dass der Bundeskanzler im Jahr 2020 ein in
Deutschland geborener und aufgewachsener Muslim ist und dass wir im
Bundesverfassungsgericht einen muslimische Richter haben. Dieses Land
ist unser Land." Ist unser Schweigen nicht Verrat am Christentum?
11.) Wir haben nicht nur die Meinungsfreiheit verloren, aus Angst vor
Verfolgung. Auch die Demokratie hat versagt, wie unser Rechtsstaat
versagt hat. Ich meine nicht nur Köln, als plötzlich die Naziherrschaft
vor unseren Augen stand. Ich denke auch an andere Überfälle auf
Deutsche, als der ARD-Sender meldete, Neonazis hätten ein Erntedankfest
in Bad Soden überfallen. Es war aber eine türkisch-arabische Bande, die
die Deutschen krankenhausreif schlug. Dass ARD nicht widerrufen hat, war
ein schwerer Fehler. Wie schützt uns der Staat, wenn die Gewalttaten,
wie es sich zeigt, zunehmen, wenn ein fremdes Volk auf deutschem Boden
bereits zu Angriffen übergeht und die deutsche Polizei vom türkischen
Clan bedroht wird?
12.) Ist sich unsere Regierung bewusst, dass wir in einer Zeit der
Völkerwanderung aus Vorderasien nach Europa leben und sie die
Verantwortung für Deutschland und für die nächsten Generationen trägt?
Wenn wir Christen, wie die Muslime in Deutschland, zu Millionen in die
Türkei eingewandert wären, sei es um der schönen Landschaft willen oder
weil überall die Erinnerung an die griechische Antike wach ist: Wie
würde der türkische Staat nach den bisherigen Erfahrungen mit den
Christen umgehen? Sich vor einer fremden Religion zu verneigen, die die
Vernichtung des Christentums anstrebt, bedeutet Negation unserer
christlich geprägten Weltordnung. Müssen wir den Menschen nicht
klarmachen, Herr Präsident, dass es die Schicksalsfrage dieses
Jahrhunderts ist?
Antwort darauf vom 08.Februar 2009
Hallo liebe Effi,
zunächst vielen Dank für Deine telefonischen Grüße zum Jahreswechsel auf dem AB. Wir hoffen, dass es Dir gut geht und auch sonst alles o.k. ist!? Warst Du wieder auf Fernreise oder hat Dich die Krise kalt erwischt?
Zu Deiner Mail - offener Brief an den Bundespräsidenten - ... ich bin ja nun nicht gerade ein Freund unserer offiziellen Kirchen insbesondere wenn diese Ihren altbackenen Alleinseligmachungsanspruch uns Besserwissern dummdreist entgegenhalten, so als ob wir uns noch in geistig dunkler Zeit befänden und unser Gehirn im Vestibül abgelegt hätten. Ob protestantisch oder katholisch oder pietistisch oder orthodox oder George-Dubbelju-Bush-ig....
Ich denke da immer an meinen guten, leider früh verstorbenen Lateinlehrer Hahn, der das Buch: "und abermals krähte der Hahn" von Karlheinz Deschner anempfohlen hatte, nicht nur weil er "Hahn" hieß (diesen Witz mochte er tatsächlich) sondern insbesondere weil in diesem Buch die Geschichte des Christentums, also die Geschichte unserer kulturprägenden Religion, sehr differenziert dargestellt wird. Jedem Gläubigen und Ungläubigen zu empfehlen - man bekommt ein anderes Feeling zur Religion.,
Selbstverständlich kann ich auch nichts mit der islamischen Heilslehre anfangen, zumal ich Salman Rushdies Buch "Satanische Verse" absolut überzeugend finde - das heißt ich neige zur tiefen, verinnerlichten Skepsis diesen Glaubensschwüren gegenüber. Marx sagte: "Religion ist Opium fürs Volk" und ich sehe das genauso. Dabei würde ich immer und ewig die Fahnenstange der Moral und der allgemeinen Ethik hochhalten, die ja auch aus dem Glauben/Hoffen/Lieben ihre Wurzeln ziehen, und nicht nur kalt das "Richtige" im Auge haben.
Archaische Religionen wie der Katholizismus oder die Orthodoxie oder der Islam haben aufgrund Ihres "Primboriums" eine enorme Anziehungskraft auf einfach Gemüter, und seinen wir ehrlich, man kann sich dem oft nicht entziehen, das sind großformatige, großartige rituelle Inszenierungen, die eine ganz eigene Qualität besitzen.
Bezüglich der Verbrechen, die im Namen dieser Religionen begangen wurden oder werden, brauche wir uns nicht weiter zu wundern. Hass oder Zorn sind ein uraltes Glaubensmittel. Tief in uns steckt die Bereitschaft über andere (argumentativ oder auch physisch)herzufallen und mit dem Glauben uns einen geistigen Überbau zu verschaffen, der dann alles legitimiert.
Auch hier meine tiefe Skepsis.....
Unser hiesiger Haus und Hof-Philosoph Peter Sloterdijk (Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe)hat darüber ein sehr gut lesbares Buch geschrieben: "Zorn". Bezüglich der darin geschilderten "Zornbank", auf die wir unser Zornkapital legen, hat er ein ganz einfaches Bild für die Massenanwendung von Kränkungen und Beleidigungen als Grundkapital für eine Zornfabrik geschaffen.
Ich persönlich tue alles, um mich aus diesem "Produktionsprozess" rauszuhalten!!!
Klare Orientierung ist hier gefragt. Um nun zu dem offenen Brief zu kommen, genau das läuft hier m.E. falsch ab. Offenbar ist der Autor gekränkt und beleidigt worden, oder die Wertschätzung fehlt, so dass er sich ein Ventil sucht. Ganz viele Menschen kommen in unserer Gesellschaft zu kurz und werden noch nicht einmal wertgeschätzt. Unser aktiennotierter Arbeiter- und Bauernstaat kann das nicht.
Die richtige emotionale Intelligenz ist bisher nicht bis in die Vorstandsetagen oder die Parteispitzen vorgedrungen. Viele meinen sogar, Intelligenz oder das EI seien ein Zeichen von Schwäche.
Das kann ich verstehen und denke, dass die Meinungsfreiheit in unserer Gesellschaft glücklicherweise ein Ventil dafür hergibt.
Auch wenn ich nur wenige Teile des Briefes akzeptabel finde. Kulturkampf und Kulturkrieg sind immer die Fortsetzung der Innenpolitik der Kirchen mit den Mitteln der Außenpolitik. D.h je mehr sich die Gläubigen intern nicht "grün" (Farbe des Islam?) sind, umso lieber fallen sie über andere her. Das ist beim Islam ganz extrem der Fall. Ganz viele Einzelsekten, ganz viele Glaubensrichtungen, keine Einheitlichkeit... verzettelt, Gefühl der Ohnmacht, der Schwäche, der Minderwertigkeit.
Solche Gläubigen benötigen in unserer Gesellschaft, also einer Gesellschaft von Geld, Größe und Macht (oder nur €, €, € und großes Auto?) ein Korrektiv Ihrer geringen Bedeutung, der Verweltlichung aller Aspekte, und das führt, wie bei jedem von uns auch, zu folgendem: die Wichtigtuerei, die Großmäuligkeit,die übertriebene Selbstdarstellung und die Verbalradikalität.
Wer das überinterpretiert, der sollte sich mal vergegenwärtigen, was in den Ursprungsländern der Immigranten heute los ist: eine nie dagewesener Druck der Modernisierung. Eine glaubensverursachte Bevölkerungsexplosion ohnegleichen. Was folgt: Zornige junge Männer ohne jegliche Entwicklungsperspektive, junge, sehr gut ausgebildete Frauen ohne jede Bedeutung. Das ist ein absolut explosives Gemisch.
Bei uns hat das vor exakt 70 Jahren zum Niederbrennen von Synagogen und zu einem Weltkrieg ohnegleichen geführt. Ich fühlte mich schon immer sehr betroffen davon.
Seit 2 Jahren bearbeite ich persönlich ein Projekt im ...............-Kreis und habe eine ganz bestimmte Sicht der Dinge. Dort stand früher (ca. 100 Jahre lang) eine große Synagoge deutscher Juden mit rituellem Bad. Alles weg, Gläubige nach Gurs deportiert und umgebracht. Das haben unserer Großväter locker durchgezogen, "der Jude" war ja (angeblich) an allem schuld... und alles bürokratisch genau erfasst. Ich hatte die Listen in der Hand, zuerst die von der Gestapo erzwungenen Namensummeldung - der deutsche Karl zu "Israel", die deutsche Anna zu "Sarah" nur aufgrund Abstammung und Glaube. Dann mit den gleichen Listen, sozusagen als "Begleitschein" die Deportation.
Ich meine, hieraus besteht schon ein guter Grund, sich - ohne dass man den kritischen Blick verliert - eine andere, ganz andere, Denkungsart und Verhaltensart gegenüber mit uns zusammenlebenden Minderheiten zuzulegen. Auch wenn diese das als Schwäche auslegen. Es ist in Wirklichkeit die Stärke der wahren Erkenntnis!!! Und vom Baum der Erkenntnis zu essen, ist nicht verboten!
Zumal diese Minderheiten ja offenbar uns faule Säcke aufrütteln und die Denkmuskeln wieder in Gang setzen. Dafür sollte man diesen Gruppen höchst dankbar sein, auch wenn man sonst vielleicht manchmal eher die Polizei rufen möchte.
Aber mal ehrlich, haben wir nicht genug Wissen und Selbstbewusstsein, um diese Sache in den Griff zu kriegen, auch ohne den Bundespräsidenten??
Soweit meine "Worte zum Sonntag"
Liebe Grüße von Rene ..................................
Verfasst von blauregen am 29.10.10 um 10:56
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben






