Der professionalisierte Bürger als aufklärerische Bewegung benötigt ein Manifest, das alle unterzeichnen können! Schreiben wir also das Manifest: Was ist für uns der Profi-Bürger? Was zeichnet ihn aus? Was soll sein Ziel sein? Was wollen wir erreichen?
Es ist an der Zeit, dass sich die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes als Wähler und Kunde, als Gläubiger, als Patient und Rezipient wieder behaupten...
...zu behaupten lernen... Die Menschen - also wir - sind Manns und Frau genug um den Sachzwang und die Entmündigung durch Politik und Ökonomie zu beenden und kümmern uns fortan persönlich um die gemeinschaftlichen Bereiche 
... ja was kann erreicht werden! wenn wir nur unsere möglichkeiten ausschöpfen würden, die uns zur verfügung stehen, dann hat man schon was  verändert. aber warum besteht interesse, dass nix passiert???  soll der bürger nicht doof sein, dem herdentrieb folgen und nach dem prinzip "masse statt klasse" konsumieren? wir, die profi-bürger seminare besuchen, ja wir wissen weitestgehend bescheid (davon gehe ich aus)! diejenigen, um die es geht, die werden ja gar nicht erreicht! die glotzen rtl, lesen bild-zeitung und denken über nichts nach! 
Als Profibürger sollte man anstreben, eine Kultur der intelligenten Auseinandersetzung mit dem Anderen zu schaffen... Wie wir in den letzten Vorlesungen gelernt haben und soweit wir bereit sind diese These zu akzeptieren: Es zeigt es sich, dass ganz selbstverständliches Wissen unserer "Wissensgesellschaft" bewusst oder unbewusst ignoriert wird und nicht in die Entscheidungen eingezogen wird. Hier hat sich eine Unkultur der Entscheidungsträger eingebürgert, die dazu geführt hat, dass schließlich das "Wissen" und der Träger, der Wissende, in unserer Republik seit ca. 40 Jahren Stück für Stück zum "Bedenkenträger" degradiert worden ist, der "blockiert", der "zu wenig Mumm" hat, um hier Akteur sein zu können. Sätze wie: "Wer zuviel weiß, kann nicht entscheiden..." prägten das zunehmend verdummende Klima der letzten Jahre. Nur noch "Kernwissen" zählt. Und Pokern. Die sogenannte "Ausländerpolitik" der Bundesrepublik seit den 60er Jahren war unisono davon geprägt, immer nur - wie man meinte - in mehrfacher Hinsicht "Minderbemittelte", pseudo-mitleidsvoll ins Land zu holen, mit den Auswirkungen, über die heute so heftig - sogar mit biologistischen Argumenten - diskutiert wird. Ich glaube sogar, daß man sowohl von Gewerkschaftsseite als auch von Unternehmensseite immer nur willfährige, brave (naive) Personen mit augenblicklichem Rückbeam-Ticket "reinlassen" wollte. D.h. wir und unsere Mitmenschen wollten über Jahre hinweg, spätestens seit Mitte der 80er Jahre offiziell nie wirklich gute, "fremde" Fachkräfte. Hier regiert "form follows funktion" und der Ton macht die Musik. Es gibt offiziell bisher keine Kultur der intelligenten Auseinandersetzung mit dem Anderen. Und wie sagte Wehner einmal: " Der Fisch stinkt vom Kopfe her".  Als gute Illustration und insbesondere für Karlsruher hierzu: " Beim Griechen" von Alexandros Stefanidis
Im akademischen Zirkus der Universitäten braucht der Bürger selbstverständlich ein Diplom. Im realen Leben sind längst tausende Bürger professionell unterwegs . Die politischen Initiativen in Deutschland und anderswo werden längst von gut ausgebildeten Menschen gestartet.  Offenbar ist das im akademischen Zirkus der staatlichen Hochschule für Gestaltung  in Karlsruhe, noch nicht angekommen. Zwischen Ihren eiligen Reisen von Salon zu Salon sollten sie öfter mal anhalten und sich genau umsehen.
"Hier hat sich ein gut ausgebildeter Mensch aus dem realen Leben verirrt und möchte von den  Eltern bitte am  Eingang abgeholt werden." 
Demokratie: Die Macht geht vom Volke aus. Aber das Volk ist Machtmüde. Viele gehen nicht mehr zur Wahl, beklagen sich aber über die Politik. Viele drehen den Fernseher gar nicht mehr ab, schimpfen aber über das Programm. Dass die Vorträge zur Professionialisierung nicht am Institut für Politikwissenschaften, sondern an einer Kusnt-Uni stattfinden, spricht doch für sich! 
Ich glaube nicht, dass "das Volk" machtmüde ist. Ich glaube aber wohl, dass aufgrund der Verhältnisse und der Anforderungen jeder Einzelne zunehmend nur noch auf sich selbst zurückgeworfen wird und sich unter großem Stress ständig wieder selbstbezüglich coachen muss, um seine Arbeits- und Lebenswelt zu erhalten bzw. zu "entwickeln". Um alles andere, außer sich selbst, kümmert sich der hoffentlich demokratische Staat, wer immer den auch verkörpert. So dachte man! Dass "der Staat" seine Aufgaben nicht erfüllt, bzw. Versprechen und Versicherungen nicht hält, ist eine bedenkenswerte Erfahrung, die in eine aktive Bürger- und Demokratiebewegung münden muss. Allerdings: Ein -WIR SIND DAS VOLK- ist derzeit kaum noch vorhanden und wenn vorhanden, so fristet es nur noch ein Luxusdasein. Daher auch meist belächelt bzw. beargwöhnt. Diese Passivität ist aber weniger auf "Machtmüdigkeit" zurückzuführen sondern eher auf einen bewusst selbstinjizierten, raffinierten Narkose-Cocktail. Der nimmt uns die Schmerzen, der von unseren Politikern durchgeführten "Operationen" , die wir bei "wachem" Zustand wohl nicht ertragen könnten. Das setzt allerdings einen Vertrauensvorschuss voraus, den heutige Politiker und die Parteien offenbar immer weniger verdienen. Daher wären Wahlen aus dem Kreise jeweils aller erwachsenen Personen nach dem reinen Zufallsprinzip oder nach ernsthaften, kunstvollen oder lustigen "Abzählreimen" unter diesen Gesichtspunkten für uns Bürger wohl das angemessenere Prinzip der Auswahl unserer Regierungen und von staatlichem Führungspersonal.