Zu obigem Thema referieren mit den Professoren Glatzen u. Murken zwei Vertreter der naturwissenschaftlich ausgerichteten Medizin. Die Alternative Medizin wurde von Prof. Murken lediglich mit einigen Halbsätzen erwähnt. Um einen professionalisierten Vergleich zu bekommen, halte ich es für ungedingt erforderlich, dass im Verlauf des Studiengangs ebenfalls ein Repräsentan der Klassischen Homöopathie (nach Hahnemann) diesen Bereich der medizinischen Möglichkeiten ausführlich darstellt.
Als Diplompatient wird es wohl notwendig sein, einen ganzheitlichen Ansatz kennen zu lernen. Das bedeutet, sich selbst und die eigene innere Kommunikation wahrzunehmen und angemessen damit umgehen zu lernen. Dies nicht nur in Phasen, in denen wir uns in einem Ungleichgewicht oder einer Blockade (Erkrankung) befinden, sondern auch, wenn wir uns mit all unseren Kräften unserem Leben widmen können! 
Lieber Herr Bleckmann, ich finde Ihre Idee prima! Um professionell zu handeln, müssen wir uns alle zumindest mit den Hauptrichtungen beschäftigt haben. Die Homöopathie dürfte ebenso dazu gehören wie Akupunktur, Chinesische Medizin und Osteopathie. Für viele viele weitere Bereiche dürfte es aber eins unserer schönen unlösbaren Probleme sein, dass wir einfach nicht alles wissen können. Daher stimme ich Ihnen voll und ganz zu bei diesen "Hauptrichtungen". Ich würde gerne einen weiteren Aspekt in die Diskussion einbringen, der unser aller professionelles Auftreten gegenüber dem klassischen Arzt betrifft. Aus einem bestimmten Grund musste ich mich seit meinem 15. Lebenjahr mit zahlreichen Kardiologen beschäftigen. Über dies hatte ich eine ganze Reihe von Haus- und Fachärzten bei den unterschiedlichsten kleinen und kleinsten Leiden. Ich bin als Privat- oder Kassenpatient aufgetreten, war bei Ärztinnen und Ärzten. Zum Glück war ich bisher nie schwer krank. Ich habe folgenden Eindruck: von wenigen Ausnahmen (zumeist Ärzte indischer oder pakistanischer Herkunft) abgesehen fand ich mich als Patient in einer diffusen Schuldsituation wieder. Eine bestimmte Krankheit wurde mehr oder weniger subtil einem bestimmten verschuldeten Verhalten meinerseits zugeschrieben. Schnittverletzungen waren meine Unachtsamkeit; Erkältungen die Folge, zu leicht angezogen gewesen zu sein; Pilzerkrankungen waren auf mangelnde Hygiene zurückzuführen und viele andere Kleinigkeiten die "Quittung" für mein eigenes Verhalten. In manchen Fällen war das natürlich durchaus richtig, in anderen fand ich mich unschuldig "verurteilt". Meine Grundhaltung war jedoch immer die des Büßers und nur in dieser Haltung wurde ich als Patient akzeptiert. In den wenigen Fällen, in denen ich mich aus dieser Position erhob, erntete ich scharfe Kritik oder den Hinweis auf meine offensichtliche Inkompetenz. Ich würde gerne leben, was wir als "Diplompatient" tun sollten und zu tun verpflichtet sind, aber ich kann im Moment nicht erkennen, wie ich aus einer solchen Position heraus- und auf Augenhöhe des Arztes kommen kann. Ich habe oben ausdrücklich "klassischer Arzt" geschrieben, denn mein dargestellter Eindruck des "Büßers" hat sich bei keinem einzigen meiner Heilpraktiker jemals eingestellt. Vielleicht ist das ein Teil ihres Erfolges?Ich freue mich, von Ihnen zu lesen. Viele Grüße, Michael Bosse